Prof. dr. Gunther Martens

Professor für deutsche Literatur


Gunther Martens

Gunther Martens ist Professor für deutsche Literatur an der Fakultät für Literatur und Philosophie der Universität Gent (Belgien) und Mitglied des Ghent Centre for Digital Humanities (GhentCDH). Er hat einen Master in Germanischen Sprachen (Universität Gent, 1998) und einen Master in Literaturwissenschaft (Universität Antwerpen, 1999). In den Jahren 2006–2010 war er Professor für Literaturtheorie an der Freien Universität Brüssel und Professor für deutsche Literatur an der Universität Antwerpen.

Seine Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von deutscher literarischer Moderne, Narratologie und Rhetorik sowie den Digital Humanities. Er ist Autor einer viel beachteten Monographie über rhetorische und narratologische Aspekte der deutschen literarischen Moderne (Beobachtungen der Moderne, 2006) und hat ausführlich über Robert Musil, Hermann Broch, Alexander Kluge, Karl Kraus und Elfriede Jelinek publiziert. Als Digital Humanist leitet er das vom FWO geförderte Projekt TalkLitMining (2019–2023), das Textmining, Sentimentanalyse und Computational Literary Studies auf die Bewertung von Literatur durch professionelle und Laien-Kritiker anwendet. In jüngerer Zeit gilt seine Arbeit den Disability Studies und den Health Humanities, insbesondere Neurodiversität und Neurophänomenologie in der modernistischen Literatur, in enger Zusammenarbeit mit Liselotte Van der Gucht.

Er ist Ehrenpräsident des European Narratology Network, Vorstandsmitglied der Internationalen Robert Musil Gesellschaft und Mitglied der Redaktionsbeiräte der Zeitschriften Authorship, Frontiers of Narrative Studies, CLW (Cahier voor Literatuurwetenschap), Alexander Kluge Jahrbuch sowie der Buchreihe Musil-Studien (Fink Verlag).

ORCiD ID: ORCiD  https://orcid.org/0000-0002-3455-7910

  • Ghent University
  • Research Explorer
  • ORCiD
  • Google Scholar
  • ResearchGate
  • TalkLitMining

Aktuelles

Neuer Essay Die Unbekannte Größe: Broch, Musil, Perutz und die Mathematik erschienen in Hermann Brochs Korrespondenzen und Lektüren (Königshausen & Neumann).

Der CLS INFRA D8.5 Report on Applied NLP Sentiment Analysis (gemeinsam mit Julie Birkholz, Tess Dejaeghere, Salvador Ros und Álvaro Pozo Pérez) wurde auf Zenodo veröffentlicht, im Rahmen des H2020-Projekts CLS INFRA.

Mit Lore De Greve: Van Literatuurpaus tot BookTokker über die Herausforderungen der Literaturkritik im Internet, erschienen in VOOYS 43(3).

Lore De Greve hat ihre Doktorprüfung abgelegt im FWO-geförderten Projekt TalkLitMining: “Evaluation of literature by professional and layperson critics: A digital and literary sociological analysis of evaluative talk of literature through the prism of literary prizes (2007–2017)” (Promotor: Gunther Martens).

Mit Liselotte Van der Gucht: Embodiment and Neurodiversity in Ingeborg Bachmann’s Malina, erschienen in Austrian Studies 32.

Die ‘motorische Extase’ des Gehirns in der Hand? Musil und die Neurophänomenologie, erschienen in Robert Musil im Spannungsfeld zwischen Psychologie und Phänomenologie (De Gruyter).